Ein Jugendförderprogramm in München im Salesianum

Kurzfassung Stand Oktober 2007:
Projekt "Das grüne Kulturerbe von oben" bei "denkmal-aktiv"

Das Schulprojekt „Das grüne Kulturerbe von oben“ wird von der Stiftung Denkmalschutz und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt nun schon in der zweiten Runde für das Schuljahr 2007/2008 gefördert.

Für 6 Bildungseinrichtungen stehen zusammen 11.400,- Euro Fördervolumen zur Verfügung. In der Trägerschaft des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. haben sich 3 Gymnasien aus Oberbayern (Gymnasium Gröbenzell, Christoph-Scheiner-Gymnasium Ingolstadt, Städt. Theodolinden-Gymnasium München), die deutsche Auslandschule von San Luis Potosí in Mexiko (und das Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern, ist am 10.12.07 wieder ausgeschieden) zusammen gefunden, um das Kulturerbe, das in der jeweiligen Kulturlandschaft steckt, ins Bewusstsein der Schüler zu bringen.

Satelliten- und Senkrechtluftbilder bilden bei diesem Schulprojekt den methodischen Einstieg im Geographieunterricht der 11.Klasse. Jede Schule verfolgt hierbei ein eigenständiges inhaltliches Konzept. Sehr unterschiedliche Denkmale im Kontext Kulturlandschaft werden thematisiert, d.h. Strukturen, Funktionen und Prozesse ausgehend von kirchlicher oder weltlicher Macht sind in der Kulturlandschaft zu analysieren. Dies ist nicht nur für die Schüler eine Herausforderung.

Von städtischen Parkanlagen bis zu Golfplätzen, von Schlössern bis zu Denkmalen der Industriegeschichte, von historischen Flurformen bis zur aktuellen Landnutzung unter dem Diktat zur Produktion nachwachsender Rohstoffe erstreckt sich das Angebot  von Kulturlandschaftselementen, die erkannt und in Beziehung gesetzt werden müssen. Damit spiegelt sich die komplexe Entwicklung der Gesellschaft historisch und aktuell im Satelliten- und Luftbild.

Eine solche Beschäftigung mit der Kulturlandschaft erschließt lokale, regionale und sogar globale Bezüge, sie werden zur Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraumes.

Die Kommunikation der Schüler innerhalb des Verbundes über das Internet und eine kleine geplante „Winterakademie“ in der Faschingswoche sollen den Ideenaustausch beflügeln und die Projekt-Akteure zusätzlich motivieren und zu eigenverantwortlichem Handeln und zur Teamarbeit anstoßen.

Allen Schulprojekten im Verbund ist gemeinsam, dass sich die Schüler mit ihren Ideen in Arbeitsgruppen aktiv einbringen müssen, sie gestalten also Teile des Unterrichts selbst. Dies soll den Schülern den Erwerb von Gestaltungskompetenz erleichtern, denn dies ist die wichtigste Forderung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der Lehrer entfernt sich bei der Projektarbeit von seiner traditionellen Rolle als Wissensvermittler, er wird zum Lernbetreuer, zum Coach.

Damit diese „Umorientierung“ besser gelingt, gibt es in  Regie des Landesvereins für Heimatpflege und des Zentrums für Umwelt und Kultur Angebote für die Lehrerfortbildung. Peergroup-Education, flankierende Lehrer- oder Schüler-Workshops zur Wissens- und Methodenaneignung, die Gestaltung von Lernarrangements sind wesentliche Elemente dieses projektbezogenen Lehrerfortbildungsprogramms.

Die Adressen im Internet:

http://www.denkmal-aktiv.de  zeigt die Fülle aller Projekte im Bundesgebiet

http://umweltspione.de/kultur/ zeigt Ergebnisse aus unserer ersten Projektrunde.