Gestaltung der Geo-Community im Großraum MünchenEine aktive Geo-Community könnte aktuelle Defizite in Folge des G8 überwinden helfen. Die Defizite sind offenkundig:
Die Schaffung eines Netzwerks „Geo-Community“ könnte die Schulsituation für die Geographie grundlegend zum Positiven hin verändern. Anregungen, Ideenaustausch, Arbeitserleichterungen, Kontakte, Hotline, Rückhalt aus dem schulischen Umfeld, verbessertes öffentliches Ansehen, gesteigertes Selbstwertgefühl, Freude am Beruf u.v.m. könnten von einer Geo-Community ausgehen. Eine solche Selbsthilfegruppe ist gleichzeitig ein wirksames Instrument gegen das verbreitete Burn-Out bei uns Lehrern. Nur eine Schule, in der Schüler mit Freude lernen und in der Lehrer mit Freude unterrichten, ist wirklich erfolgreich. Doch wie gelingt dies mit Jugendlichen in unserer Leistungsgesellschaft? In der Ausbildung haben wir Lehrer dies nicht gelernt. Mit Kindern umzugehen, das ist meist „angeboren“, Jugendliche erfordern jedoch eigene Rezepte. Ein aktives Netzwerk wie die Geo-Community ist außerdem effizienter, als es jede Institution sein kann, denn ein Netzwerk mobilisiert an der Basis die Besten, die Innovativsten und die Aktivsten, Andere werden erfolgreich ins Schlepptau genommen. Dafür gibt es viele sehr erfolgreiche Modelle. „Förderer“ könnten ein solches Netzwerk installieren helfen und in die Breite tragen. Sie könnten Sponsoren ermuntern, Treffen der Netzwerkler zu unterstützen. Eine „Träger-Institution“ könnte gleichzeitig für sich neue Mitglieder rekrutieren und sich selbst neue zeitgemäße Arbeitsfelder eröffnen. Der ZUM.DE-e.V. (Zentrale für Materialien im Internet) übernimmt die Organisation des Internet-Portals für die Geo-Community. Auch personell muss die Geo-Community nicht bei Null anfangen. Es gibt bereits einen kleinen Kreis von Schulgeographen, die ein E-Mail-Kontakt pflegen, auch wenn die Community-Idee auch hier noch nicht bewusst ist. Auch Treffpunkte, genannt „Geowerkstätten“ gibt es schon in München und in Benediktbeuern. Hier können unterschiedlichste Angebote zur Schulgeographie bereits jetzt abgerufen werden. Die Schaffung eines Geo-Clusters von Schulen im Großraum München, welche die Geowissenschaften als Schulprofil pflegen, ist ein zweiter Weg bei der Schaffung der Geo-Community. Die Schnittstelle Hochschule-Schule im Blick auf die Seminarkurse des G8 steht hierbei im Mittelpunkt. An die Schulleitungen erging dazu ein gsondertes Schreiben. Wollen
auch Sie sich in die Geo-Community aktiv einbringen? Wir suchen auch Vordenker und Visionäre für eine geographische BNE, vielleicht gehören Sie dazu? Die Angeschriebenen werden auch gebeten, bekannte geeignete Personen ans Netzwerk zu vermitteln. |